Computer mit 8-Bit CPUs waren bis weit in die 1980er Jahre die vorherrschenden Systeme. Seit Mitte der 1970er Jahre gab es mit der MOS 6502 CPU und dem Zilog Z80 günstige 8-Bit Prozessoren, die Computer für den Heimgebrauch endlich erschwinglich machten. Die Nachfrage nach solchen Computern war entsprechend enorm. Das führte dazu, dass immer mehr Unternehmen ebenfalls am Erfolg der Pioniere teilhaben wollten. Dazu zählten unter anderem Atari, Apple, Commodore, Sinclair oder Tandy Radio Shack. Ein anderer Neuling auf dem Computermarkt war die taiwanische Unternehmensgruppe Tatung Inc. Sie entwickelten an ihrem Standort in Großbritannien einen 8-Bit Computer auf Basis des Z80 Mikroprozessors, der in mancherlei Hinsicht anders als die Konkurrenz war und deshalb aus heutiger Sammlersicht ein interessanter Computer ist.
„Der Tatung Einstein TC01 – Ein relativ genialer Brite!“ weiterlesenSchlagwort: CP/M
Wessi goes east: Wie ich den Robotron PC 1715 kennenlernte

„Mit der Produktion des Personalcomputers 1715 leistet der VEB Robotron Büromaschinenwerk Ernst Thälmann Sömmerda einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Beschlüsse des XI. Parteitages der SED. Durch die Realisierung der Verpflichtung der Büromaschinenwerker, bis Ende 1986 der Volkswirtschaft 10.000 Personalcomputer zusätzlich zum Plan zur Verfügung zu stellen, wird die Beschleunigung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts zur Intensivierung volkswirtschaftlicher Prozesse und zur Steigerung der Arbeitsproduktivität wirksam unterstützt.“
Quelle: Handbuch „Der Personalcomputer 1715“, Herausgeber: VEB Kombinat Robotron, mehrere Autoren, ISBN 3-349-00231-5, Ausgabe: 1986/1987)
So war das damals in der DDR! Die Führung der Staatsmacht, die Einheitspartei SED der Deutschen Demokratischen Republik, legte alle fünf Jahre einen Plan vor, in dem festgelegt wurde, was in den Werken der ostdeutschen Kombinate zu entwickeln und produzieren war. Auch im damaligen Ostblock, zu dem auch die damalige DDR zählte, wurde natürlich die Wichtigkeit von Computertechnik erkannt und somit wurde schon sehr bald mit eigenen Entwicklungen in diesem Bereich begonnen.
„Wessi goes east: Wie ich den Robotron PC 1715 kennenlernte“ weiterlesenTA alphatronic PC – Der „Clubberer“ unter den Personal Computern
Der Franke ist ja eher ein zurückhaltender und ruhiger Mensch. Er mag lieber das gemütlich gesellige Beisammensein bei einem Seidla Bier oder Glas Wein und das größte Lob eines Franken lautet: „Bassd scho!“ (passt schon!).
Heute möchte ich euch einen PC von 1984 eines ehemaligen Computerherstellers aus Franken – genauer gesagt aus Nürnberg, der Metropole Mittelfrankens – vorstellen. Es ist der TA alphatronic PC der Firma Triumph-Adler, ein Z80 basierter 8-Bit-Computer mit 64 kB RAM, 32 kB ROM und integriertem Microsoft Basic.

Man kann den Computer durchaus mit den Eigenschaften des Franken vergleichen: Der PC hat eine schlichte, gradlinige Gehäuseform und er kommt eher unauffällig und zurückhaltend daher. Dafür besticht er durch seine Verarbeitung und den inneren Werten. Ein Franke würde sagen: „Bassd scho!“
Aber warum Clubberer (fränkischer Dialekt: Glubberer)? So werden die Fans des Traditions-Fußballvereins 1. FC Nürnberg bezeichnet, die ihren Verein liebevoll einfach „Club“ nennen und mit ihm durch dick und dünn gehen. Und ich finde, das passt auch sehr gut zu so einem Nürnberger Original, wie dem alphatronic PC.
„TA alphatronic PC – Der „Clubberer“ unter den Personal Computern“ weiterlesenDatenspeicherung anno 1984 mit dem EPSON PX-8

Wer heutzutage seinen Laptop aufklappt und mit der Arbeit beginnt, muss sich nur wenig Gedanken um die Sicherung seiner Arbeit machen. Schon die lokale Platte bringt genug Kapazität mit, um jederzeit „save“ zu sein. Daneben gibt es NAS- oder Cloud-Storage zuhauf, auf denen man ohne groß darüber nachzudenken gigabyteweise Bilder, Videos etc. speichern kann. Jeder USB Stick hat heute schon zig mal mehr Speicherkapazität als z.B. der Hauptrechner des NASA Space Shuttles in den 1980er Jahren. Festplatten waren seinerzeit noch mehrere Kilo schwer und utopisch teuer. Selbst externe Floppy-Laufwerke waren Ungetüme, geschweige denn vom Stromverbrauch ressourcenschonend.
Wie funktioniert also die Datenspeicherung mit einem portablen Rechner, wie dem EPSON PX-8, der gerade mal so groß ist wie ein DIN-A4 Blatt und nur 2,2 kg wiegt? Der PX-8 bringt dazu einige für die 1980er Jahre interessante und innovative Möglichkeiten mit, die ich euch hier gerne vorstellen möchte.
