Impressionen von der Classic Computing 2021

Vom 17. bis 19. September findet in Vöhringen (bayrisch Schwaben) die Messe des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V. statt und ich bin dabei.

Hier einige Impressionen von der Messe. Es lohnt sich für alle, die sich für alte Computer interessieren. Es gibt viele fachkundige Aussteller, die einem fast alle Fragen rund um die alten Kisten beantworten können.

Mein Ausstellungsstand mit dem TRS-80 Model 1 und der Privileg Typenrad Schreibmaschine als Drucker.
am Donnerstag beim Standaufbau
das Talker/80 Voice Synthesizer Board hatte auch seinen großen Auftritt
Das Messeplakat am Eingang des Kulturzentrums in Vöhringen
… da wird schon wieder kräftig gebastelt und repariert
viele tolle ATARI Geräte … den 800er hätte ich auch gern 😉
C64 Silver Label … einer davon ist eine Fälschung … na, welcher ist es? 😉
da steht die Ahnenreihe 😉
Amiga 1000 Nachbau-Mainboard mit Erweiterungen on Board
und die 70er Jahre Fraktion mit den stylischen WANG Computern

Classic Computing 2021 – DIE Messe für Fans alter Computer!

Am kommenden Wochenende findet – nach einem Jahr Corona-Pause – wieder die Classic Computing Messe statt, diesmal in Vöhringen (bayrisch Schwaben). Für mich wird es das erste Mal sein, dass ich dabei bin und dann gleich als Aussteller! Ich bin sehr gespannt, was mich dort erwartet. Im Forum des „Vereins zum Erhalt von klassischen Computern e.V.“ (VzEkC) kann man die Vorbereitungen dazu schon seit Wochen verfolgen. Alle fiebern dem Termin entgegen, nachdem die Messe ja letztes Jahr wegen Corona abgesagt werden musste.

Diesmal kann die Messe jedoch mit entsprechendem Hygienekonzept durchgeführt werden und ich freue mich schon sehr dabei sein zu können. Es wird sicher Spannendes zu erleben geben. Über 30 Aussteller präsentieren dort ihre Exponate. Neben den obligatorischen Commodores (VC-20, C64, Amiga, SX-64 etc.) gibt es natürlich auch den legendären Apple II zu bestaunen. Die Atari Fraktion ist auch stark vertreten und da hoffe ich sehr einen Falcon und eine Stacy live sehen zu können. Daneben werden auch die Wang Computer und die Microvax mein Interesse wecken. Ich selbst präsentiere dort meinen schicken Tandy TRS-80 mitsamt Schreibmaschine als Drucker. Darüber hab ich ja auch hier schon berichtet. Außerdem wird es noch eine kleine Überraschung geben, die ich jetzt noch nicht verrate.

Jedenfalls bin ich auch schon sehr gespannt einige der Leute kennenzulernen, die ich bisher nur vom Forum kenne. Dort gibt es wirklich viele Enthusiasten und Liebhaber der alten Kisten, die das oft schon viel länger als ich als Hobby betreiben. Ich finde, es ist eine wertvolle Arbeit, die dort im Verein geleistet wird und die Messe ist eine gute Möglichkeit der Öffentlichkeit – jung und alt – Computer zu präsentieren, die schon dreißig Jahre oder älter sind.

Falls jemand Interesse hat: Die Messe ist Samstag und Sonntag für das Publikum geöffnet und am Freitag für Vereinsmitglieder und Presse. Ich selbst werde Freitag und Samstag vor Ort sein.

Classic Computing 2021
vom 17. bis 19.09.2021
Kulturzentrum Vöhringen
Hettstedter Platz 1, 89269 Vöhringen

Mein Commodore C64

Ein Bild meines neuen Spielzeugs von Weihnachten 1985

Was haben ein Brotkasten und ein Elefantenfuß miteinander gemeinsam? Wenn du hier „nichts“ sagst, dann bist du entweder kein Kind der 80er, oder du hattest damals rein gar nichts mit Computern am Hut 😉

Als Brotkasten wurde nämlich der legendäre C64 von seinen Fans liebevoll aufgrund der Form des Computers bezeichnet. Und der Elefantenfuß war das externe Netzteil des C64, was tatsächlich vielleicht ein bisschen an einen Fuß eines Elefanten erinnerte, aber auf jeden Fall sehr wuchtig war. Zumindest wenn man es sich auf den eigenen Fuß fallen lies. Dann konnte einem selbst vielleicht so ein Elefantenfuß wachsen 😉

Jedenfalls war der Commodore C64 damals Mitte der 1980er Jahre – wie bei so vielen Kids damals – auch mein allererster eigener Computer! Nach über 30 Jahren habe ich ihn dann durch Zufall wieder auf dem Dachboden meiner Eltern entdeckt – inklusive 1541II Floppy Laufwerk und einer Diskettenbox voll mit Spielen. Und was soll ich sagen: Er funktionierte noch wie am ersten Tag und ich konnte sogar noch die alten Spiele von Diskette laden!

Mein C64 I mit grauen Funktionstasten und dem sog. Elefantenfuß-Netzteil (rechts oben).

Seit dem sind schon wieder einige Jahre ins Land gegangen und mich hat damals das Retro- oder Vintage-Computer Fieber erwischt. Mittlerweile habe ich mir eine kleine Sammlung an „alten Kisten“ zugelegt, die ich damals schon immer haben wollte, sie mir aber nicht leisten konnte. Das Ergebnis meiner Sammelleidenschaft und die Erfahrungen mit den alten Kisten könnt ihr unter anderem hier auf meiner Webseite lesen.

Aber zurück zum C64, genauer gesagt zu MEINEM C64! Denn der bleibt natürlich immer etwas Besonderes. Hier will ich euch den Computer ein wenig vorstellen, der ja dann auch meinen Lebenslauf entscheidend geprägt hat.

„Mein Commodore C64“ weiterlesen

Desktop Publishing auf dem C64 mit Pagefox

Pagefox der Firma Scanntronik aus München

Der große Erfolg des C64 ab Mitte der 80er Jahre beruht ja bekanntlich auf seinen revolutionären Sound- und Grafikfähigkeiten und machte ihn damit zur idealen Spielekonsole. Aufgrund des günstigen Preises, was auf die Philosophie von Jack Tramiel, Gründer und Chef der Firma Commodore Business Machines (CBM) zurück ging (Zitat: „We need to build computers for the masses, not the classes.“), erlangte der Commodore C64 – oder wie ihn seine Fans in Deutschland bald liebevoll nannten – Brotkasten, sehr starke Verbreitung und wurde somit der meistverkaufte Homecomputer weltweit.

Da liegt es doch nahe auch „seriöse“ Anwendungssoftware anzubieten. Trotz seines sehr begrenzten Speichers von 64 kB RAM, gab es auch hierfür vielfältige Angebote an Textverarbeitungsprogrammen, Tabellenkalkulationen, Datenbanken oder Finanzsoftware, die meist für den privaten Bereich oder das „Small-Office“ ausgelegt waren. Zwar kamen ab Anfang der 80er auch die ersten IBM PC’s auf den Markt, aber die waren den meisten Heimanwendern schlicht zu teuer. Daher musste der C64 dann eben auch für die heimische Korrespondenz „herhalten“.

Pagefox für C64 und C128

Eine äußerst leistungsfähige Anwendungssoftware war Pagefox von der deutschen Firma Scanntronik aus der Nähe von München. Pagefox ist aber tatsächlich mehr als eine reine Textverarbeitung. Die Software gilt bereits als sogenannte Desktop Publishing Software, die man zum Layouten von Magazinen oder Druckvorlagen verwenden konnte. Sie bietet freie Gestaltungsmöglichkeiten beim Seitenaufbau und verbindet Text und Grafik zu einer Einheit, dem sog. Seitenlayout, was dann über einen handelsüblichen Nadeldrucker ausgedruckt werden konnte.

fazit von Happy computer 1988:

„Alles in allem ist der Pagefox sehr zu empfehlen trotz seines hohen Preises von knapp 250 Mark das beste DTP Programm für den C64.“

https://www.stcarchiv.de/hc1988/12/pagefox-c64

Pagefox wurde vom deutschen Programmierer Hans Haberl entwickelt, der vorher bereits mit Printfox und Hi-Eddi einige Aufmerksamkeit erregte. Die Software kam 1987 für rund 250 DM auf den Markt.

Neugierig? Dann will ich euch Pagefox hier etwas näher vorstellen.

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Schreibmaschine Privileg Electronic 1200 als Drucker

Quelle Privileg electronic 1200 bzw Erika S3004 (DDR)

Zu der Zeit, als Nadeldrucker noch vorherrschend waren, also bis in die 1990er Jahre, war es schwierig einen richtigen Schönschreibdrucker für erschwingliches Geld zu bekommen. Die Laserdrucker waren für den Privathaushalt damals oft noch zu teuer und Nadeldrucker hatten eben dieses typische Druckbild, was für eine Diplomarbeit z.B. nicht akzeptabel war. Die Lage besserte sich erst ab ca. Mitte der 90er, als die Tintenstrahldrucker immer günstiger und ihr Schriftbild immer besser wurde. Sieh dir die Privileg electronic 1200 mit Drucker Interface in Aktion an am Tandy TRS-80.

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